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Dünndarmkrebs
Wissenswertes zu Dünndarmkrebs

Das Glossar enthält verschiedene Begriffe, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung an Dünndarmkrebs eine Rolle spielen können. So unterscheidet man zwischen bösartigen und gutartigen Tumoren. Bösartige Tumoren können Metastasen bilden, die andere Organe befallen und so zu einer Ausbreitung der Krebserkrankung führen können. Zur Diagnose von Dünndarmkrebs kann eine Biopsie vorgenommen werden. Dabei werden während einer Magen-Darm- oder Bauchspiegelung Gewebeproben entnommen und mikroskopisch untersucht.

Wissenswertes zu Dünndarmkrebs

Glossar

Adjuvante Therapie

Als adjuvant bezeichnet man Behandlungsmaßnahmen, die unterstützend zu einer anderen Therapieform im Anschluss an diese durchgeführt werden (im Gegensatz zur neoadjuvanten Therapie, die unterstützend im Vorfeld durchgeführt wird; z. B. Chemotherapie vor der Operation zur Verkleinerung eines Tumors).

Biopsie

Gewebeprobenentnahme, die z. B. im Rahmen einer Bauchspiegelung erfolgt. Zellmaterial aus krebsverdächtigen Arealen wird so für Laboruntersuchungen bereitgestellt, die eine genaue Diagnose und Klassifikation des Tumors ermöglichen. Es kann im Labor z. B. festgestellt werden, ob die entdeckten Veränderungen des Gewebes gut- oder bösartig sind.

Bösartige Tumoren

Bösartige Tumoren werden auch als sog. maligne Tumoren bezeichnet; sie dringen in benachbartes Gewebe ein, können dieses zerstören und Zellen in Blut oder Lymphe absiedeln, die sich an anderen Orten niederlassen und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden können

Gutartige Tumoren

Gutartige Tumoren werden auch als sog. benigne Tumoren bezeichnet; sie wachsen ebenfalls unkontrolliert, entwickeln sich aber nicht über ihre Grenze hinaus und neigen nicht zur Metastasenbildung wie die malignen Tumoren

Invasiv

Invasiv werden Tumoren genannt, die in das umliegende Gewebe hineinwachsen

Metastasen

Metastasen sind Tochtergeschwülste, die durch Absiedelung von Tumorzellen entstehen. Die abgesiedelten Tumorzellen gelangen über das Blut- oder Lymphsystem vom ursprünglichen Ort des Tumors in andere Körperregionen bzw. Organe.

Rezidiv

Als Rezidiv wird das Wiederauftreten der Krebserkrankung nach einer zeitweilig erfolgreichen Behandlung bezeichnet.

Anke Tennemann

05. Oktober 2017
In einer Rehabilitation können Darmkrebspatienten, bei denen ein künstlicher Darmausgang gelegt werden musste, den Umgang mit dem Stoma erlernen.
  
29. Mai 2017
Wenn Patienten den richtigen Umgang mit dem Stoma erlernt haben, muss die Lebensqualität der Betroffenen nicht eingeschränkt sein.
  
05. April 2017
Eine Rehabilitation nach Darmkrebs soll unter anderem mögliche Funktionsstörungen, die nach der Erkrankung oder der Behandlung aufgetreten sind, bessern.
  
16. März 2017
Wenn Darmkrebs streut, können sich auch am Bauchfell Krebsansiedlungen bilden. Dann spricht man von Bauchfellkarzinose oder Peritonealkarzinose.
  
16. März 2017
Meist entwickelt sich Darmkrebs aus einem gutartigen Tumor, der Polyp oder Adenom genannt wird. Der Grund hierfür sind genetische Mutationen in der Zelle.
  

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Dünndarmkrebs sind bisher nicht geklärt. Es gibt einige Faktoren, die im Verdacht stehen, eine Erkrankung an Dünndarmkrebs zu fördern. Dazu gehören u. a. bestimmte Darmerkrankungen und die Ernährung. Tierische Fette sowie bestimmte Konservierungs- und Farbstoffe können ein Risikofaktor für die Entstehung von Dünndarmkrebs sein. Eine Vorstufe von Dünndarmkrebs sind Darmpolypen. Sie sind in der Regel gutartig, werden aber vom Arzt vorsorglich entfernt, um sie anschließend mikroskopisch genauer zu untersuchen. Im Verlauf der Erkrankung können sich Dünndarmtumoren auf umliegende Organe auswirkungen. Dies ist der Fall, wenn der Tumor an Volumen zunimmt oder sog. Tochtergeschwülste (Metastasen) bildet.

Diagnose Dünndarmkrebs

Bei einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch erkundigt sich der Arzt zunächst nach der Art der Beschwerden sowie dem Zeitpunkt und der Häufigkeit ihres Auftretens. Auch der Lebensstil und mögliche andere Erkrankungen können dem Arzt Aufschluss über eine Erkrankung an Dünndarmkrebs geben. Im Anschluss erfolgt meist eine körperlichen Untersuchung, bei der die Bauchdecke des Patienten vom Arzt abgetastet wird. Darüber hinaus können verschiedene weitere Verfahren zur Diagnose von Dünndarmkrebs angewandt werden. Mithilfe einer Magen-Darm- oder Bauchspiegelung kann die Darmschleimhaut auf Veränderungen hin untersucht werden. Auch eine Magnetresonanz- oder Computertomografie kann bei der Diagnose von Dünndarmkrebs zum Einsatz kommen.

Dünndarmkrebs wird häufig erst spät entdeckt, da zu Beginn der Erkrankung oft keine oder nur sehr unspezifische Symptome auftreten. Bei den in der Regel häufiger auftretenden gutartigen Dünndarmtumoren können Blutungen auftreten. Bösartige Dünndarmtumoren können mit Symptomen wie z. B. Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung einhergehen. Im späteren Verlauf der Erkrankung kann es zu einem Darmverschluss kommen, der schnellstmöglich operiert werden sollte, da für den Betroffenen sonst Lebensgefahr bestehen kann. Bösartige Dünndarmtumoren werden unterteilt in Adenokarzinome, Sarkome, Lymphome und Karzinoide, abhängig davon, aus welchem Gewebetyp sie hervorgegangen sind. Bei den gutartigen Dünndarmtumoren gibt es sieben Arten, die sich ebenfalls aus verschiedenen Gewebearten ableiten.